{"id":806,"date":"2023-06-04T20:36:06","date_gmt":"2023-06-04T18:36:06","guid":{"rendered":"https:\/\/probahn-ol-hb.de\/?p=806"},"modified":"2023-06-04T20:36:06","modified_gmt":"2023-06-04T18:36:06","slug":"neuauflage-der-rot-gruen-roten-koalition-in-bremen-muss-oepnv-ausbau-deutlich-beschleunigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/probahn-ol-hb.de\/?p=806","title":{"rendered":"Neuauflage der rot-gr\u00fcn-roten Koalition in Bremen muss \u00d6PNV-Ausbau deutlich beschleunigen!"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>PRO BAHN zu den Bremer Koalitionsverhandlungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Wahl im Bundesland Bremen wird nun offenbar die bisherige Koalition aus SPD, Gr\u00fcnen und Linken fortgesetzt. F\u00fcr den Fahrgastverband PRO BAHN ist dies ein Anlass, um einige grundlegende Forderungen an die kommende Landesregierung unter B\u00fcrgermeister Bovenschulte zu richten. Wer auch immer auf Maike Schaefer im Amt des Verkehrssenators folgt, wird viel Arbeit zu erledigen haben, damit der weitere Ausbau des \u00f6ffentlichen Personennahverkehrs (\u00d6PNV) gelingt.<\/p>\n\n\n\n<p>So muss nach dem tollen Start mit vielen Millionen verkaufter Fahrkarten der Erfolg des Deutschlandtickets fortgef\u00fchrt und ausgebaut werden; dazu ist vor allem die Finanzierung in Zusammenarbeit mit den anderen Bundesl\u00e4ndern dauerhaft zu sichern. PRO BAHN fordert au\u00dferdem, gemeinsam mit dem VBN verg\u00fcnstigte Angebote wie das TIM-Ticket f\u00fcr Jugendliche gegebenenfalls auf das Deutschlandticket auszuweiten und bei Bedarf weitere verg\u00fcnstigte Abonnements f\u00fcr Kinder, Familien und einkommensschwache Menschen einzurichten. Gebotene Verg\u00fcnstigungen m\u00fcssen allerdings aus den T\u00f6pfen des Sozialetats finanziert werden, damit sie das Geld, mit dem das Angebot bei Bussen und Bahnen bestellt werden kann, nicht schm\u00e4lern.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben attraktiven Tarifen ist ein gutes Verkehrsangebot die wesentliche Voraussetzung daf\u00fcr, dass der \u00d6PNV \u00fcberhaupt in Anspruch genommen wird. Bremen hat zwar bereits ein engmaschiges Netz von Bussen und Stra\u00dfenbahnen, jedoch gibt es auch hier noch etliches zu verbessern:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Stra\u00dfenbahn erschlie\u00dft leider bei weitem nicht das gesamte Stadtgebiet, insbesondere nicht den Bremer Norden, wo in Gr\u00f6pelingen Endstation ist\u201c, erl\u00e4utert Ingo Fran\u00dfen, stellvertretender Vorsitzender des Regionalverbandes Oldenburger Land\/Bremen von PRO BAHN. \u201eHier m\u00fcssen endlich konkrete Schritte eingeleitet werden, um die Strecke zum Bahnhof Bremen-Burg und von dort aus in Richtung Osterholz zu verl\u00e4ngern. Die Planungen f\u00fcr die unsinnige Verlegung der Stra\u00dfenbahn von der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone in die Martinistra\u00dfe m\u00fcssen dagegen sofort aufh\u00f6ren; von dieser Verlegung haben die Fahrg\u00e4ste nichts.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Bremerhaven ist zudem seit \u00fcber 40 Jahren ohne Stra\u00dfenbahn. PRO BAHN fordert, dass in der beginnenden Legislaturperiode mit dem Bau einer neuen Nord-S\u00fcd-Linie durch die Stadt begonnen wird. Hingegen sollte auf jeglichen weiteren Aus- und Neubau der Autobahnen in Bremen verzichtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ingo Fran\u00dfen dazu: \u201eWer wirklich will, dass Menschen verst\u00e4rkt den \u00d6PNV benutzen, muss die verf\u00fcgbaren Mittel dort investieren und darf sie nicht in umweltsch\u00e4dliche Autobahnprojekte stecken, die nur neuen Autoverkehr produzieren. Statt Geld in die Planung von Autobahnen zu stecken, m\u00fcsste auch dringend der Regionalbusverkehr ins Bremer und Bremerhavener Umland zu einem attraktiven Angebot ausgebaut werden. Hier ist die Taktung oft nur sehr d\u00fcrftig und erreicht nicht einmal einen Stundentakt an allen Wochentagen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus kommt die Regio-S-Bahn nicht richtig voran. Zwar sind zahlreiche neue Haltepunkte in der Planung, jedoch lassen sie viel zu lange auf sich warten. Hier muss im Interesse der Fahrg\u00e4ste mehr Schwung in die vorhandenen Projekte z. B. in Mittelshuchting und an der Universit\u00e4t gebracht werden. Am Ende muss eine echte S-Bahn stehen, die alle Linien und alle Halte ganzt\u00e4gig mindestens halbst\u00fcndlich bedient, wobei auf der Durchmesserlinie von Bremen-Blumenthal bis Achim ein ganzt\u00e4giger Viertelstundentakt erforderlich ist, um dem Fahrgastpotential gerecht zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt sollte Bremen auch f\u00fcr die kommende vierte Entwurfsfassung des sogenannten Deutschlandtakts mutige Eingaben machen, die noch \u00fcber das Niveau des dritten Entwurfs hinausgehen. Als Bremsklotz k\u00f6nnte sich hier gerade Niedersachsen erweisen, das leider bislang nur recht z\u00f6gerliche, f\u00fcr eine Verkehrswende unzureichende Ausbauten des \u00d6PNVs f\u00fcr den Deutschlandtakts angemeldet hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die f\u00fcr den Mehrverkehr n\u00f6tigen Streckenkapazit\u00e4ten zu schaffen, muss Bremen auch den dreigleisigen Ausbau zwischen Bremerhaven und Verden st\u00e4rker vorantreiben. Insbesondere sollte \u00fcberpr\u00fcft werden, ob im Abschnitt Bremen-Burg \u2013 Achim nicht sogar ein viergleisiger Ausbau sinnvoller w\u00e4re. Auch dazu ist eine enge Abstimmung mit Niedersachsen erforderlich. Ingo Fran\u00dfen schlussfolgert daraus: \u201eLetztlich wird die neue Koalition nicht umhinkommen, auch neue Kapazit\u00e4ten f\u00fcr Planung und Umsetzung aufzubauen, die derzeit noch fehlen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PRO BAHN zu den Bremer Koalitionsverhandlungen Nach der Wahl im Bundesland Bremen wird nun offenbar die bisherige Koalition aus SPD, Gr\u00fcnen und Linken fortgesetzt. 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