{"id":1041,"date":"2026-01-21T23:26:01","date_gmt":"2026-01-21T21:26:01","guid":{"rendered":"https:\/\/probahn-ol-hb.de\/?p=1041"},"modified":"2026-01-21T23:26:01","modified_gmt":"2026-01-21T21:26:01","slug":"vorsorgliche-betriebseinstellungen-bei-bus-und-bahn-sind-inakzeptabel-besonders-db-und-vwg-muessen-besser-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/probahn-ol-hb.de\/?p=1041","title":{"rendered":"Vorsorgliche Betriebseinstellungen bei Bus und Bahn sind inakzeptabel; besonders DB und VWG m\u00fcssen besser werden"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>\u00d6PNV muss auch bei Winterwetter fahren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die zahlreichen Einschr\u00e4nkungen bei Bus und Bahn infolge des Winterwetters in den vergangenen Wochen sto\u00dfen beim Fahrgastverband PRO BAHN auf massive Kritik. Mit Blick auf den restlichen Winter und die kommenden Jahre fordern die Fahrgastvertreter eine wesentlich bessere Vorbereitung auf derartige Wetterlagen, aber auch eine grundlegende andere Mentalit\u00e4t der Verantwortlichen in den Verkehrsunternehmen. \u201eEs muss wieder selbstverst\u00e4ndlich sein, dass gefahren wird, solange es irgendwie geht. Und wenn einzelne Stra\u00dfen oder Bahnstrecken nicht passierbar sein sollten, darf das keinesfalls dazu f\u00fchren, dass der Gesamtverkehr f\u00fcr den ganzen Tag eingestellt wird\u201c, sagt dazu Malte Diehl, Regionalvorsitzender von PRO BAHN.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders erz\u00fcrnt die Fahrgastvertreter die in den letzten Jahren eingerissen Praxis, den Verkehr bereits \u201evorsorglich\u201c einzustellen. So stellte DB Fernverkehr etwa rund um den Schneesturm Elli den gesamten Fernverkehr in Norddeutschland ein, obwohl viele Strecken gar nicht unterbrochen waren. Auch der IC 56 von Ostfriesland \u00fcber Oldenburg und Bremen nach Hannover und Leipzig fuhr \u2013 wieder einmal \u2013 nicht. Dabei w\u00e4re zumindest westlich von Bremen die gesamte Strecke frei gewesen. Hier h\u00e4tte mindestens ein Verkehr auf Teilabschnitten angeboten werden m\u00fcssen. Auch dauerte das Wiederanlaufen des Betriebs durch die geplanten Ausf\u00e4lle deutlich l\u00e4nger als n\u00f6tig.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberhaupt darf es nicht sein, dass wichtige Hauptstrecken wegen Schneefalls l\u00e4nger unterbrochen bleiben. \u201eWir hatten in den letzten Wochen keine Schneekatastrophe wie 1978\/79, sondern normales Winterwetter mit einem Sturmtief. Es ist weder f\u00fcr die Fahrg\u00e4ste noch f\u00fcr die Wirtschaft akzeptabel, wenn DB InfraGo es nicht einmal schafft, die wichtigsten Hauptstrecken w\u00e4hrenddessen freizuhalten\u201c, stellt Regionalvorsitzender Diehl fest und erl\u00e4utert: \u201eDer Hauptgrund, warum es zu derartigen Problemen kommt, ist der durch politische Weichenstellungen verschuldete Mangel an R\u00e4umfahrzeugen. Die Deutsche Bahn verf\u00fcgt heute \u00fcber weniger R\u00e4umfahrzeuge als die Deutsche Reichsbahn in der ehemaligen DDR kurz vor der Wende. Das ist skandal\u00f6s.\u201c Die R\u00e4umung der Autobahnen funktionierte \u00fcbrigens \u2013 wenig verwunderlich \u2013 deutlich besser.<\/p>\n\n\n\n<p>Was den Busverkehr angeht, ist in der Region besonders Oldenburg negativ aufgefallen. An zwei Tagen stellte die VWG den Verkehr komplett ein, w\u00e4hrend andere Busunternehmen noch fuhren. Dabei war Oldenburg von dem Wintereinbruch nicht einmal besonders hart betroffen. \u201eEin paar Zentimeter Neuschnee d\u00fcrfen nicht dazu f\u00fchren, dass der \u00d6PNV eingestellt wird\u201c, fordert Diehl. \u201eEin solcher \u00d6PNV ist unbrauchbar und l\u00e4sst diejenigen im Schneegest\u00f6ber stehen, die auf ihn angewiesen sind. Besonders die Aussage, dass man den Tunnel unter dem Oldenburger Hbf nicht mehr hochgekommen sei, ist peinlich. Entweder waren die Busse nicht wintertauglich ausger\u00fcstet oder die Stra\u00dfen wurden nicht oft genug ger\u00e4umt.\u201c Sinnvoll gewesen w\u00e4re, in dieser Situation zu improvisieren und statt durch den Tunnel \u00fcber Karlstra\u00dfe und Pferdemarkt zum Lappan zu fahren.<\/p>\n\n\n\n<p>PRO BAHN erwartet nach dem Desaster, dass die Ausr\u00fcstung der Busse verbessert und die Fahrbahnr\u00e4umung in Oldenburg verbessert wird \u2013 zur Not muss auf vom \u00d6PNV stark genutzten Stra\u00dfen st\u00fcndlich ger\u00e4umt werden. Au\u00dferdem muss es f\u00fcr echte Notf\u00e4lle einen Notfahrplan geben, der bei Bedarf kurzfristig in Kraft gesetzt werden kann. Ein solcher Plan k\u00f6nnte etwa bedeuten, dass wegen der verl\u00e4ngerten Fahrzeiten nur jeder zweite Bus f\u00e4hrt oder dass die Nachtlinien befahren werden. Jeder Fahrgast hat Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, dass es bei schlechten Stra\u00dfenverh\u00e4ltnissen l\u00e4nger dauert, nicht aber f\u00fcr einen Totalausfall, w\u00e4hrend Autos noch fahren.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs gibt auch bei heftigem Winterwetter zahlreiche Menschen, die zwingend zur Arbeit oder zu Terminen m\u00fcssen, z.B. im Gesundheitswesen, wo Arbeit von zu Hause kaum m\u00f6glich ist\u201c, erl\u00e4utert Diehl. \u201eWenn der \u00d6PNV in derartigen Situationen versagt, stellt er f\u00fcr sie keine brauchbare Alternative zum eigenen Auto dar. Noch schlimmer: Diese Menschen werden durch den Ausfall des \u00d6PNVs sogar erh\u00f6hter Gefahr ausgesetzt, weil sie sich schlimmstenfalls zu Fu\u00df oder mit dem Fahrrad unter widrigen Bedingungen auf den Weg machen m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>PRO BAHN hofft darauf, dass bei den Verantwortlichen kurzfristig ein Umdenken stattfindet, denn dieser Winter dauert noch etliche Wochen und wird noch einige heftige Schneef\u00e4lle mit sich bringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6PNV muss auch bei Winterwetter fahren Die zahlreichen Einschr\u00e4nkungen bei Bus und Bahn infolge des Winterwetters in den vergangenen Wochen sto\u00dfen beim Fahrgastverband PRO BAHN auf massive Kritik. 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