{"id":1030,"date":"2025-11-16T18:53:24","date_gmt":"2025-11-16T16:53:24","guid":{"rendered":"https:\/\/probahn-ol-hb.de\/?p=1030"},"modified":"2025-11-16T18:53:24","modified_gmt":"2025-11-16T16:53:24","slug":"fahrgaeste-brauchen-endlich-zeitplan-bis-zur-reparatur-der-huntebruecke-besserer-notfahrplan-noetig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/probahn-ol-hb.de\/?p=1030","title":{"rendered":"Fahrg\u00e4ste brauchen endlich Zeitplan bis zur Reparatur der Huntebr\u00fccke; besserer Notfahrplan n\u00f6tig"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>\u00a0<\/strong><br><strong>Strukturelles Problem der Br\u00fccke kann nur durch Neubau gel\u00f6st werden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit fast zwei Wochen behindert der am 04.11.2025 in der Huntebr\u00fccke festgestellte Riss am Gegengewicht den Schienenverkehr in und um Oldenburg massiv. Bis heute liegt kein verl\u00e4sslicher Zeitplan, zu wann die Reparatur abgeschlossen sein wird, vor. Gleichzeitig ist der Notfahrplan unzureichend, da die eingesetzten Z\u00fcge nicht verl\u00e4ngert werden und das Ammerland praktisch abgeh\u00e4ngt wird. Der Fahrgastverband PRO BAHN kritisiert dies scharf und fordert sofortige Abhilfe.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAls allererstes m\u00fcssen wir wissen, wann die Reparaturen an der Huntebr\u00fccke fertiggestellt werden und sich der Zugverkehr wieder normalisieren wird, damit Fahrg\u00e4ste und Unternehmen planen k\u00f6nnen. DB InfraGo hatte anfangs drei bis vier Wochen genannt. Die H\u00e4lfte dieser Zeit ist bereits verstrichen, ohne dass man einen Zieltermin vorgelegt hat. Hier muss endlich ein Datum her\u201c, fordert Malte Diehl, Regionalvorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN. \u201eWir erwarten zudem, dass alle verf\u00fcgbaren Kr\u00e4fte f\u00fcr diese Reparatur geb\u00fcndelt werden, damit es so schnell wie m\u00f6glich geht, um die ganze Region nicht l\u00e4nger abgeh\u00e4ngt zu lassen. Gerade f\u00fcr Pendler sind die Zust\u00e4nde eine Qual, die zu vielen Umstiegen vom Zug aufs Auto f\u00fchren wird.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Fahrgastverband kritisiert zudem, dass das Ammerland abgeschnitten wird, wo nach wie vor nur alle zwei Stunden statt jede Stunde ein Zug f\u00e4hrt. Nach Bad Zwischenahn gibt es normalerweise sogar einen Halbstundentakt. \u201e50 bis 75 Prozent der Z\u00fcge im Ammerland fallen ersatzlos aus. Warum ist die DB hier offensichtlich nicht verpflichtet, ihre Z\u00fcge fahren zu lassen, wo die Strecke doch westlich von Oldenburg frei ist?\u201c fragt Diehl und weiter: \u201eWarum ist es nicht m\u00f6glich, zur Not kurzfristig ein anderes Unternehmen, etwa die NordWestBahn, als Ersatz zu gewinnen? Freie Fahrzeuge gibt es derzeit infolge der Ausf\u00e4lle genug.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso muss endlich daf\u00fcr gesorgt werden, dass die verbleibenden Z\u00fcge zwischen Oldenburg und Bremen verst\u00e4rkt werden, um der Fahrgastnachfrage gerecht zu werden. \u201eWir wissen insbesondere in den Hauptverkehrszeiten von F\u00e4llen, in denen Fahrg\u00e4ste nicht mehr mitgenommen werden konnten\u201c, erl\u00e4utert Diehl. \u201eDie Z\u00fcge der RS 3, die nach wie vor st\u00fcndlich zwischen Bremen und Oldenburg und teilweise weiter bis Wilhelmshaven verkehrt, m\u00fcssen unbedingt f\u00fcr die Dauer der St\u00f6rung in Doppeltraktion fahren.\u201c <\/p>\n\n\n\n<p>PRO BAHN verweist darauf, dass die auf den Abschnitt Hude \u2013 Bremen verk\u00fcrzte RS 30 deswegen derzeit nur sehr schwach besetzt verkehrt. N\u00f6tigenfalls k\u00f6nnte sie vor\u00fcbergehend ganz gestrichen werden, um die erforderlichen Fahrzeuge freizusetzen. Hinzu kommt, dass ab Montag die RS 4 Nordenham \u2013 Bremen wegen Bauarbeiten in Hude endet. Da der IC 56 nach Norddeich derzeit auch nicht verkehrt, entstehen dadurch in Richtung Bremen und Oldenburg alle zwei Stunden Wartezeiten auf den n\u00e4chsten Zug von rund 30 Minuten. Wenn baubedingt die Kapazit\u00e4t zwischen Bremen und Hude eingeschr\u00e4nkt ist, sollte lieber die RS 4 statt der RS 30 verkehren und die Direktverbindung Nordenham \u2013 Hude sicherstellen. PRO BAHN fordert angesichts dieser vielen Probleme, endlich einen an den Bed\u00fcrfnissen der Fahrg\u00e4ste ausgerichteten, optimierten Notfahrplan aufzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGleichzeitig erneuern wir unsere Forderung, endlich ernsthaft den Ersatzneubau der Oldenburger Hunteklappbr\u00fccke anzugehen. Es kann gar nicht deutlich genug gesagt werden, dass wir es gerade mit einem strukturellen Problem zu tun haben, das nicht einfach mit Ersatzteilen gel\u00f6st werden kann. Die Br\u00fccke ist schlicht marode\u201c, erinnert Regionalvorsitzender Diehl und betont: \u201eDieser Ersatzneubau muss eine feste Querung ohne Klappe sein und wegen des steigenden Verkehrsaufkommens dreigleisig ausgelegt werden. Er ist parallel zum laufenden Betrieb \u00f6stlich der jetzigen Br\u00fccke zu errichten. Der Denkmalschutz darf dabei nicht im Wege stehen, denn es geht hier um essenzielle Infrastruktur, die von zehntausenden Fahrg\u00e4sten t\u00e4glich und dem G\u00fcterverkehr dringend ben\u00f6tigt wird.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Dreigleisigkeit ist aus Sicht von PRO BAHN n\u00f6tig, weil die Huntebr\u00fccke mit der h\u00f6hengleichen Verzweigung dahinter bereits jetzt einen Engpass darstellt und zuk\u00fcnftig noch mehr Z\u00fcge dar\u00fcber fahren werden. Bereits heute benutzen t\u00e4glich ca. 160 Personenz\u00fcge auf den Strecken nach Bremen und Osnabr\u00fcck sowie gut 50 G\u00fcterz\u00fcge und sonstige Fahrten die Br\u00fccke. Geplant sind weitere 20 Personenz\u00fcge sowie bis zu 80 zus\u00e4tzliche G\u00fcterz\u00fcge, wenn der JadeWeserPort weiterw\u00e4chst und die Wasserstoffwirtschaft rund um Wilhelmshaven aufgebaut wird. Wir sprechen dann von mehr als 300 Z\u00fcgen t\u00e4glich, f\u00fcr die der Platz dann einfach zu knapp wird. \u00c4hnlich sieht es mit der Pferdemarktbr\u00fccke aus, die aus denselben Gr\u00fcnden bei der Sanierung um ein drittes Gleis erweitert werden sollte \u2013 wie es vor der H\u00f6herlegung der Strecke war.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund der Dringlichkeit einer dauerhaft funktionierenden Huntequerung in Oldenburg fordert PRO BAHN ebenfalls, den Br\u00fcckenneubau in die B\u00fcsumer Liste aufzunehmen, die die wichtigsten Infrastrukturprojekte der norddeutschen Bundesl\u00e4nder auff\u00fchrt. \u201eEs ist f\u00fcr uns kaum verst\u00e4ndlich, warum sie darin nicht enthalten ist\u201c, so Diehl. \u201eNicht nur die Stadt Oldenburg, auch die anderen Landkreise und Kommunen im Nordwesten m\u00fcssen gro\u00dfen Druck aufbauen, damit sich hier schnell etwas tut, denn sie sind von diesem und weiteren Ausf\u00e4llen gleicherma\u00dfen betroffen. Der Nordwesten kann nur ein attraktiver Standort sein und bleiben, wenn Fahrg\u00e4ste und G\u00fcter zuverl\u00e4ssig an ihr Ziel gelangen k\u00f6nnen. Der n\u00e4chste Riss k\u00f6nnte aber eine Vollsperrung der Br\u00fccke erzwingen.\u201c Dass die Deutsche Bahn nach offiziellen Angaben immer noch an einem Baubeginn nach 2045 festh\u00e4lt, ist f\u00fcr den Fahrgastverband grob fahrl\u00e4ssig und verantwortungslos.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Strukturelles Problem der Br\u00fccke kann nur durch Neubau gel\u00f6st werden Seit fast zwei Wochen behindert der am 04.11.2025 in der Huntebr\u00fccke festgestellte Riss am Gegengewicht den Schienenverkehr in und um &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1030","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/probahn-ol-hb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1030","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/probahn-ol-hb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/probahn-ol-hb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/probahn-ol-hb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/probahn-ol-hb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1030"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/probahn-ol-hb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1030\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1031,"href":"https:\/\/probahn-ol-hb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1030\/revisions\/1031"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/probahn-ol-hb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1030"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/probahn-ol-hb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1030"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/probahn-ol-hb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1030"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}